Veränderungsarchitekturen
Das Wissen um die Notwendigkeit eines Veränderungsprozesses in den Köpfen des oberen Managements
einerseits und der reale, vitale Change-Prozess in einem Unternehmen, der für jeden spürbar
und kommunizierbar ist, andererseits – sind zweierlei.
Change-Prozesse haben eine eigene Logik. Diese Logik
ist nicht »trivial« (im Unterschied zu der eines technischen Prozesses), denn sie verlangt die
Berücksichtigung sowohl sozialer, wie kultureller, wie auch organisationsstruktureller Prozesse und
deren Abstimmung aufeinander. Diese Logik unter Berücksichtigung der spezifischen Situation des
Unternehmens gilt es zu begreifen, um daraus eine Veränderungsdramaturgie für das Unternehmen –
in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber – zu entwickeln. Die SYNNECTA Veränderungsarchitektur
beinhaltet ein prozessorientiertes Vorgehen, das auf die Balance von Reflexion und Intervention wert
legt.
Ziele
- Entwicklung einer Veränderungsdramaturgie unter Berücksichtigung der besonderen Logik sozialer,
kultureller und organisationsstruktureller Prozesse sowie Spezifika der Organisation.
- Etablierung einer kultursensiblen Steuerung des Veränderungsprozesses und dadurch Erhöhung der
Akzeptanz der Veränderung.
- Optimierung der Passung zwischen: Unternehmens-Umwelt (Marktanforderungen, Marktbewegungen &
Kundenwünsche) Unternehmens-Innenwelt (Gestaltung von Strukturen & Prozessen, Flexibilität &&
Geschwindigkeit, Entbürokratisierung, Selbststeuerung etc.).
- Vitalisierung
Nutzen
- Grundlage und Entscheidungsbasis für weitere (Einzel-)Maßnahmen.
- Orientierung in einem Prozess der Veränderung, dessen Dynamik sich durch Ambivalenz
und Unsicherheit auszeichnet.
- Einbeziehen aller entscheidungsrelevanten Gremien und Gruppen, sodass eine Compliance für den
späteren Prozess erreicht wird.
Phasen
Die Prozess-Dramaturgie der SYNNECTA Veränderungsarchitektur verbindet zielbezogenen Veränderungsdruck
mit dem Blick auf das, was es zu bewahren gilt. In diesem Prozess werden verschiedene Phasen/Problemlagen durchlaufen, deren Bewältigung ein abgestimmtes Vorgehen der Verantwortlichen
erforderlich macht.
Phase 0
Implementierung kultursensibler Arbeits- und Entscheidungsformen
in die klassische Projektsteuerungsarchitektur
- Voraussetzung: Lern- und Entscheidungsszenarien für Entscheidungsträger und Schlüsselpersonen
im Umsetzungsprozess.
Phase 1
Zustandsdiagnose
- Möglichst angemessene Beschreibung jener Aufgaben bzw. Problemkonstellationen, die die
gegenwärtige Lage kennzeichnen und die verändert werden sollen.
- Entscheidend: Qualität der Diagnose; Konsens über die Problembeschreibung, gemeinsames
Problemverständnis.
Phase 2
Zielfestlegung
- Die Ziele und die Richtung der Veränderung werden beschrieben. Aus der Spannung von
Zustands- und Zielsituation, die eine attraktive Zukunftsperspektive impliziert, entsteht
die Energie für den Prozess der Veränderung. (Bereits etablierte Business-Modelle bzw.
Zielsysteme werden integriert.)
Phase 3
Maßnahmenplanung
- Ausgehend von den Veränderungszielen werden geeignete Maßnahmen sowie die dafür
notwendigen Implementierungsschritte konzipiert. Das Gesamtkonzept von Maßnahmen integriert
auf einer Zeitschiene sowohl sachlogische wie psychologische und kulturelle
Entwicklungsnotwendigkeiten.
Die folgenden Phasen gehören nicht im engeren Sinne zum Entwurf der Veränderungsarchitektur,
sondern zur Begleitung des Change-Prozesses, doch soll hier der Prozess im Ganzen umrissen werden:
Phase 4
Umsetzung
- Steuerung und Realisierung eines Implementierungsprozesses, in dem – sensibel für Kontext
und Prozess – eine Balance gefunden werden muss zwischen Veränderungsdruck und Ruhe, konsequenter
Zielverfolgung und Feedback- bzw. Lernschleifen.
Phase 5
Auswertung
- Welche Erfahrungen hat die Organisation im Laufe des Gesamtprozesses gemacht? Welche Konsequenzen
ergeben sich daraus für die Zukunft? Eine produktive Verlaufsauswertung sichert das Lernen für
die Organisation.
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