SYNNECTA
Sprachencoaching

Sprachencoaching Unternehmen werden durch die Menschen, die in ihnen arbeiten, geformt und funktionieren und arbeiten auf allen Ebenen und zu allen Themen via Kommunikation. In Zeiten zunehmender Internationalisierung nutzen sie dazu verschiedene Sprachen, die sich inhaltlich jedoch auf das eine Unternehmen und sein Handeln beziehen.

Obwohl Kommunikation – und damit insbesondere Sprache – diese entscheidende Rolle spielt, ist der Sprachenerwerb eine Anforderung, die entweder vorausgesetzt wird oder gewissermaßen »nebenbei« erledigt werden soll. Gerade im Fall des Englischen sollte es sich »von selbst« verstehen, dass Führungskräfte aber auch die Mitarbeiter – zumal in internationalen Teams – diese Sprache beherrschen, um so die Grundkommunikation einer Organisation wie auch den Kontakt nach außen aufrecht erhalten zu können.

Der folgende Artikel beleuchtet den Sprachcoachingansatz der SYNNECTA für Englisch. Die Grundüberlegungen gelten allerdings sprachenunabhängig.


Grundüberlegungen
Eine Sprache können wir alle schon – unsere Muttersprache. Die aber haben wir auf eine Weise erworben, die sich nicht wiederholen lässt. Damals, im Alter von zwei bis vier Jahren, hätten wir nämlich auch Ungarisch, Chinesisch, ja sogar mehrere Sprachen gleichzeitig lernen können. Die Fähigkeit des Kleinkinds, sich ein komplexes sprachliches Angebot ohne Hinweise aneignen zu können, ist geradezu unfassbar!

Wenn wir nur einen Teil davon zurückgewinnen könnten, müssten wir uns nicht mit Grammatik und Aussprache herumschlagen. Wir können aber die ursprüngliche Begeisterung des Begreifens durch Benennen für eine zweite oder dritte Sprache so nicht mehr aufbringen. Unsere Vorstellungswelt ist aufgebaut und begrifflich in jedem Detail an die Muttersprache gekoppelt. So spannend unser erstes Begreifen der Welt ist, so unmotiviert scheint es ein zweites und drittes Mal zu sein.

Von »Natürlich kann ich Englisch!« bis »Das lerne ich nie!« zeigt sich ein Problembewusstsein, welches manches Mal in Blockaden mündet. Oft gelingt es während des Zweitsprachenerwerbs in der Schule ebenfalls nicht, ein solches Problembewusstsein zu entwickeln: Sprachgefühl und Intelligenz der Lernenden wird kleingeschrieben, die Erkenntnisse der Linguistik werden kaum genutzt, und segensreiche Tricks aus der kontrastiven Grammatik werden verschmäht.
  • Wenn uns die Triebkraft der Neugier nicht mehr zur Verfügung steht, wir möglicherweise sogar durch frustrierende Erlebnisse blockiert sind, was sind dann die Stimulatoren, die unsere Synapsen überlisten helfen?

  • Wie können wir uns motivieren?

  • Welche Anforderungen ergeben sich an Lernen und Didaktik?

  • Welchen zusätzlichen Gewinn stellen Coachingelemente dar?

Das SYNNECTA Sprachcoaching
»All change begins with self-observation. People confuse self-observation with self-judgement. Judgement includes a critical element that is absent from observation.« (James Flaherty)

Flahertys Aussage bildet die Grundlage für den Sprachcoachingansatz der SYNNECTA. Jedes Lernen und jede Veränderung beginnt mit Beobachtung – dessen, der lernen und verändern will, seiner Wurzeln und seines Werdegangs sowie des gewünschten Lerninhalts. Die Beobachtung und Wahrnehmung auf all diesen Ebenen geschieht aus unmittelbarer Nähe. Die daraus folgende Art und Methode des Lernens bestimmt sich ebenfalls über eine Nähe zum Lernenden wie zum Lerninhalt. Entsprechend gliedert sich das Konzept zum Sprachencoaching entlang folgender Ebenen in einzelne Unterschritte:
  • Sprachebene
  • Lernebene
  • Coachingebene
  • Inhaltsebene

  • Die Sprachebene


    Auf der sprachlichen Ebene befasst sich das Sprachcoaching mit den gängigen Elementen des Sprachtrainings, wie etwa Grammatik, Vokabular, Ausdruck, Präsentation, etc. Diese sind die strukturellen Grundelemente der Sprache und werden von weiterführenden Aspekten zu Sprache ergänzt. Einige davon – die wichtiger Bestandteil der Sprachbeherrschung und des Sprachcoachings sind – sollen hier genannt werden:
    • Die genaue Beobachtung von Sprache bildet einen Schwerpunkt für den Erwerb der Fremdsprache. Sprache allein auf ihre Funktion als Kommunikationsmittel und auf das Verbale zu reduzieren, ist möglich aber beengend. Jede Sprache bildet ihren eigenen »Sprachhorizont« – eine Welt, in die sich unser Handeln, unsere Erfahrungen und Bedeutungen einfügen. Es geht also nicht darum, die »fremde« Sprache auswendig zu lernen und ihre Strukturen zu durchblicken, sondern zunächst die Horizonte verschiedener Sprachen anhand ihrer Unterschiede zu erkennen. Etwa entlang der Frage: »Ich handele und bin wie ich bin – was sagen verschiedene Sprachen dazu?« Hinzu kommt die Art der Kommunikation des Sprechers. Es wird also nicht nur die »funktionale« Kommunikation im beruflichen Kontext, sondern auch der Anspruch an sie insgesamt beobachtbar gemacht. Wie kommuniziere ich in der Muttersprache? Was sind meine Gewohnheiten? Welche Kommunikationssituationen in der Fremdsprache stelle ich mir vor? Wo muss ich und wo möchte ich mich ausdrücken können? Anstatt also den Sprachenerwerb nur aus der Strukturperspektive anzugehen, orientiert sich der Prozess immer wieder am Sprachgebrauch allgemein und an der Sprachwelt des Sprechers.

    • Beim Sprachcoaching Englisch lässt sich eine sprachhistorische Nähe zum Deutschen erkennen, die im Sprachencoaching nutzbar gemacht wird. Teil des Konzeptes ist es, die Verwandtschaft beider Sprachen zu nutzen, um den Übergang in die englische Sprachwelt leichter und nachvollziehbarer zu gestalten. Worte, Konstruktionen und ganze Sätze sind im Englischen zu verstehen, weil es sie im Deutschen genau so oder ähnlich gibt.

    Die Lernebene


    Über die Methoden des aktiven Lernens, werden Beispiele mit Gegenwartsbedeutung er- und bearbeitet, die den Zugang zu neuen, größeren Bedeutsamkeiten ermöglichen. Diese beziehen sich insbesondere auf zukünftige Herausforderungen des Lernenden. Lerneffekte und eine gewisse Zufriedenheit stellen sich ein, indem der notwendige Inhalt und Ablauf vorher abgestimmt, vorgestellt und im Verlauf des Prozesses immer wieder nachvollziehbar gemacht werden. Eine individuelle Didaktik ermöglicht es, den zu erlernenden Stoff (Grammatik, Vokabular, Ausdruck, Aussprache, o.ä.) mit den Zielsetzungen des Sprachcoachings zu verknüpfen und über unterschiedliche Methoden und Medien auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen zu erleben. Dadurch entsteht ein vertiefender Lerneffekt.


    Die Coachingebene

    Warum nimmt das Sprachcoaching die Coachingebene mit in den Prozess? Unter Coaching versteht sich nicht nur als Mittel, jemandem zu seinen Zielen zu verhelfen oder ungewollte Handlungen abzustellen. Vielmehr handelt es sich um eine Mischung aus individueller, unterstützender Problembewältigung und persönlicher Beratung, bei der der Coach als neutraler Feedbackgeber fungiert. Der Coach nimmt dem Coachee jedoch keine Arbeit ab, d. h., es gibt keine vorgefertigten Lösungsvorschläge. Es geht in einem solchen Prozess darum, dass der Coachee seine Rolle vor dem Hintergrund unternehmenspezifischer, persönlicher und sozialer Aspekte erfolgreich wahrnehmen kann.

    Mit diesem Element geht das Sprachcoaching über herkömmliches Sprachtraining oder gar »Drilling« hinaus. Die Individualität des Sprachcoachingprozesses entsteht durch die zunächst auch rückschauende Perspektive auf Lernverhalten, Erfahrung mit Fremdsprachen etc., wodurch eine geschärfte Wahrnehmung für die eigene Person, wie auch für die zu wählenden Methoden und Medien entsteht. Es lassen sich Blockaden umgehen, der gesamte Lernprozess wird bewusster und damit leichter angenommen. Es werden langfristigere Ergebnisse erzielt, und die Fähigkeit zu Selbstkorrektur und Eigeninitiative werden unterstützt.


    Die Inhaltsebene

    Neben den notwendigen Sprachfertigkeiten, wie sie sich aus Grammatik, Vokabular, Pragmatik etc. ergeben, besteht die Inhaltsebene eben auch aus den Teilen, die vom Lernenden mitgebracht werden. Individuelle Erfahrungen und besonders Erwartungen bestimmen den Detail-Inhalt, der über die reine Sprache hinausgeht. Welchem Zweck und welchen Situationen dient meine Sprachfertigkeit? Wie ist die Balance in der Fremdsprache zwischen sachlichen Fertigkeiten und persönlichen Seiten? Welche Situationen erwarten mich außerhalb des Geschäftlichen? Was sind die kulturellen Elemente in der Begegnung mit Menschen in anderen Sprachen? Wie spiele ich die Klaviatur der Zwischentöne?


    Schlussbetrachtung
    Beim Sprachcoaching steht die individuelle Beherrschung der Fremdsprache im Mittelpunkt. Diese kann in Einzelcoachings wie auch in Gruppencoachings vermittelt werden. Das Konzept sieht vor, dass dabei ein wesentlicher Schwerpunkt auf den Übergang von einer Sprachwelt zur anderen gelegt wird. Neben dem Erwerb der Fremdsprache ist es das Bewusstsein für die Übergangsphänomene, welches vermittelt werden soll. Durch dieses Bewusstsein bekommt der Einzelne die Möglichkeit, seine individuellen Potenziale zu nutzen, bisherige Grenzen zu überwinden und in der Fremdsprache als Gesamtperson aufzutreten und wahrgenommen zu werden.

    Das vorgestellte Konzept bietet dabei Antworten auf die eingangs gestellten Fragen. Entlang des beschriebenen Ansatzes vermittelt es einen Lernstoff, der als natürlich und auf den Einzelnen zugeschnitten erlebt wird und so Blockaden vermeidet. Durch einen Fokus, der nicht so sehr auf der Erlernbarkeit des Stoffes liegt, sondern die Erlangung einer Lernfähigkeit, wie sie eingangs für den Erwerb der Muttersprache beschrieben worden ist, in den Vordergrund stellt, lassen sich Potenziale wie beim Erstsprachenerwerb freisetzen: das Begreifen einer Welt durch ihre schrittweise Benennung, die eigene Person als Teil dieser Welt, die Neugier, mehr in die Tiefe dieser Welt vorzudringen, wachsende Selbständigkeit und Sicherheit innerhalb dieser Welt, Stärkung und Erweiterung der wachsenden Kompetenzen etc. Die Coachingelemente dieses personenzentrierten Sprachcoachings machen den Prozess zu einer Arbeit an der Fremdsprache und der Person, wodurch die Ergebnisse langfristig beständiger werden.
     
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