SYNNECTA
Strategische Personalentwicklung – ein Praxisbericht

In unsicheren Zeiten besann sich ein großer Mittelständler und Automobilzulieferer auf sein wichtigstes Kapital: seine Mitarbeiter. Bislang waren Führungskräfteentwicklung und strategische Personalentwicklung in dem ingenieurgeprägten Unternehmen, das 2500 Menschen beschäftigt, wenig entwickelt.

Das sollte sich zum Jahreswechsel 2008 – 2009 ändern. In einem einmalig breit und umfassend angelegten Projekt arbeitet SYNNECTA seit einem Jahr mit den rund 200 Führungskräften auf vier Führungsebenen inklusive des Vorstandes. Zum einen wurden in einem neuen integrativen Unternehmensleitbild Vision, Mission und weitere zentrale Werte und Ansprüche an sich als Organisation entwickelt, zum anderen wurde aus dem bestehenden Managementleitbild und -kompetenzmodell ein Führungskräftetraining entwickelt. Ziel der Maßnahmen ist die Etablierung einer vernetzten und fokussierten Personalentwicklung.

Über alle Hierarchiestufen hinweg – vom Vorstand bis zum Teamleiter – durchlaufen die Führungskräfte ein modular aufgebautes Training. Dies schafft einen gemeinsamen Erfahrungsschatz und ein gemeinsames Verständnis der Führungsarbeit. Das Managementleitbild – bei der Entwicklung erst nur Worte auf Papier – wird erlebbar. Das Managementkompetenzmodell – bislang ein formulierter Wunsch – wird zunehmend in die Realität umgesetzt.

Für jedes der vier Kompetenzfelder wurde ein Trainingsmodul entwickelt: »Persönliche Kompetenz und Leadership«, »Soziale Kompetenz«, »Veränderungsmanagement« und »Strategie und Unternehmertum«. Die ca. 15-köpfigen Ausbildungsgruppen durchlaufen die zweitätigen Module alle gemeinsam und werden dabei von einem Head Coach begleitet. Er sorgt für Kontinuität und Vertrauen. Dazu kommt in jedem Modul ein Experte, der für das jeweilige Thema neue Impulse und Ideen liefert. Diese Doppelstruktur wird sowohl von den Teilnehmern als auch von SYNNECTA als sehr sinnvoll und fruchtbar erlebt.

Da wir der Meinung sind, dass Lernen insbesondere dann erfolgreich ist, wenn Informationen interaktiv bearbeitet werden und Wissens- und Erfahrungsaustausch gegeben ist, legen wir Wert auf Trainingsmethoden, die dies ermöglichen. Anstelle eines detaillierten Mitschriebs gehen die Teilnehmer mit zahlreichen Erfahrungen und Erlebnissen im Gepäck nach Hause. Denn alle Inputs und Führungsansätze werden direkt in erfahrungsorientierte Übungen überführt und für die alltägliche Führungspraxis aufbereitet. Die eigene Führungsarbeit wird gemeinsam reflektiert und optimiert.

Noch haben nicht alle Führungskräfte das Programm durchlaufen, doch bereits zur Halbzeit steht fest: Es hat sich gelohnt. Wir erleben eine hohe Wertschätzung der Führungskräfte ihrem Arbeitgeber gegenüber, der trotz der Krise den Mut für einen Neubeginn im Bereich Personalentwicklung bewiesen hat.

Durch die Impulse aus den Trainings und die Möglichkeit sich auszutauschen kam bereits viel positive Bewegung in die Organisation. Zum Beispiel werden im Rahmen der neuen, gemeinsam erarbeiteten Führungskultur bald auch weitere selbstorganisierte Leitbildworkshops durchgeführt, in denen alle oberen Führungskräfte mit ihren »Mannschaften« über die Zukunftsorientierung des Unternehmens in einen offenen und strukturierten Dialog treten werden. So kann das umfassende Trainingskonzept auch als Hebel der Organisationsentwicklung dienen und wirksam werden.

Bereits jetzt wird darüber nachgedacht, wie es weitergeht. In horizontalen Führungsfoki (PDF, 43 KB) könnten die gebildeten Gemeinschaften an ihrer Zukunft weiterarbeiten. Lust und Energie ist vorhanden – wir freuen uns darauf!

 
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