Kommunikation in der Krise Chancen und Gefahren in Krisenzeiten»Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch!« (Friedrich Hölderlin) Echte Krisensituationen, die ein »weiter wie bisher« nicht mehr zulassen, sind für Menschen mit Unsicherheiten, Ängsten oder dem Gefühl der Ohnmacht verbunden. Altbewährtes funktioniert scheinbar nicht mehr, entsprechende Pläne für neues sind noch nicht spürbar. Krisen sind so betrachtet Zeiten »dazwischen«, die sowohl Gefahren als auch Chancen für die Zukunft beinhalten. Diese Ambivalenz der Situation spiegelt sich in den oft ebenso zwiespältigen Verhaltensreaktionen der Menschen in Krisen wider. Auf der einen Seite wird fieberhaft nach neuen Lösungen gesucht, gleichzeitig besteht das Bedürfnis am Alten festzuhalten. Bei manchen entsteht der Reflex des Einigelns, andere reagieren mit übertriebenem Aktionismus. Häufig rücken Menschen in einer gemeinsamen Krise enger zusammen, um vom Schutz und der Stärke der Gruppe zu profitieren. Gleichzeitig kommt es zu Distanzierung und Abwertung bis hin zur Abspaltungen von anderen (»Sündenbockphänomen«). Vorwürfe und Anklagen in Richtung der vermeintlich Schuldigen müssen dann als ursächliche Erklärung für die Krise herhalten. In Unternehmen sinkt aufgrund der vorhandenen Unsicherheiten und Unklarheiten typischerweise die formelle Kommunikation, bei gleichzeitiger Zunahme der informellen Kommunikation, insbesondere was Spekulationen, Gerüchte o. ä. betrifft. Manager und Führungskräfte stecken häufig in der Zwickmühle gerade jetzt den Mitarbeitern einen klaren Kurs kommunizieren zu wollen/müssen, ohne jedoch selbst die Richtung zu kennen. Nicht nur dieses Dilemma verlangt nach einer Lösung in Krisenzeiten. So stellen sich für Führungskräfte oft weitere grundsätzliche Fragen:
Ein wesentliches Begleitmittel zur erfolgreichen Krisenbewältigung in Unternehmen ist eine effektive, zielgerichtete interne Kommunikation. Was genau zeichnet diese aber aus? Erfolgreiche Kommunikation in der Krise Erfolgreiche Krisenkommunikation muss den Menschen einerseits Raum für die notwendige »Trauerarbeit« bieten, indem der Realität mit den vorhandenen Verlusten ins Auge geblickt wird. Andererseits sollten unbedingt auch neue Attraktoren im Sinne einer positiven Zukunftsvision geboten werden, mit deren Hilfe eine Aufbruchsstimmung erzeugt werden kann, die wiederum hilft die Krise zu überwinden. Primär werden mit der Krisenkommunikation folgende Ziele verfolgt:
Im weiteren Verlauf der Krisenbewältigung schließt sich in der Regel ein Organisationsentwicklungsteil an die Kommunikation an, um Führungskräfte und Mitarbeiter für die neuen/veränderten Aufgaben entsprechend zu befähigen. Um die dargestellten Ziele zu erreichen, gilt es unserer Erfahrung nach vor allem folgende Aspekte bei der Krisenkommunikation zu berücksichtigen:
Unsere integrierten Dialogkonzepte bieten Ihnen die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Kommunikation in Krisenzeiten: ![]() |

Chancen und Gefahren in Krisenzeiten