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Nr. 17 - Frühjahr 2010 - Erstaussendung: Donnerstag, 22. April 2010
 
What would you attempt to do if you knew you could not fail?
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,


die Dinge beruhigen sich und viele blicken wieder auf, schauen auf die vergangenen zwei Jahre, bewerten was gelungen ist und wo die teilweise heftigen Maßnahmen Schäden hinterlassen haben. Vor allem aber wird der Blick in die Zukunft wieder frei. Und mit dem Frühling wächst auch die Zuversicht und es entsteht die Kraft etwas bewegen zu wollen, und die Lust, sich dem Wettbewerb zu stellen und zu zeigen, was möglich ist.

Ein für uns traditioneller Höhepunkt am Jahresbeginn ist die SophiaWerkstatt, die wir, allen finanziellen Einschränkungen trotzend, auch in den Krisenjahren durchführen konnten. Sie bleibt für Führungskräfte und Organisationsentwickler sehr attraktiv, vielleicht auch, weil sie Raum für eine tiefe und glaubwürdige Reflexion des eigenen Handelns schafft. Es war die zehnte Sophia, die sich, diesem Jubiläum angemessen, nicht nur mit dem Thema Führung auseinandersetzte, sondern vor allem mit dem Thema: Ich bin jemand, der geführt wird. Die Qualität des sich Führen Lassens trägt wesentlich zur Führungskultur bei. In diesem Newsletter blicken wir auf die Veranstaltung zurück.

Kultur ist zwar immer da und immer wirksam – oft aber nicht so, wie wir sie benötigen oder haben wollen. Mit der Prozessberatung und Prozessbegleitung arbeiten wir seit vielen Jahren an einer den Unternehmenszielen dienenden Kultur. In diesem Jahr haben uns Prozessberaterausbildungen besonders beschäftigt. Organisationsentwickler, KVP-Verantwortliche, Personalentwickler und vor allem Führungskräfte in großer Zahl besuchen derzeit unsere Fortbildungen in den Unternehmen, aber auch unsere offenen Angebote. Wir spüren die Nachfrage nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auch in Asien und Osteuropa. In Asien können wir erleben, wie diese Trainings auch zu einer intensiven Entwicklung von Führungspersönlichkeiten genutzt werden. Die Prozessberaterausbildung ist hier zu einem sehr erfolgreichen Training für Führungskräfte geworden – verständlich, denn es dreht sich ja alles um soziale Kompetenz und die Gestaltung von gelingenden sozialen Prozessen.

Um die Grundlagen und die reichen Quellen für die Arbeit in der Prozessbegleitung und Organisationsentwicklung zu vermitteln, haben wir eine kommunikative Methode gewählt, die intensives Erfahren und lustvolles Lernen ermöglicht.

Wir haben zudem eine neue offene Ausbildung auf den Weg gebracht. Sie bietet ab Ende Juni in einer verkürzten Form den Unternehmen die Chance, Mitarbeitern für die kommenden Aufgaben, dem Aufräumen nach der Krise, eine fundierte, schnelle und fokussierte Ausbildung zu geben. Informationen zu beiden Themen finden Sie unter Aktuelles.

Und auch in diesem Jahr beeindrucken uns Unternehmen, die, selbst noch mitten in einer Auftragskrise gefangen, vorausschauend an ihrem größten Vermögen gearbeitet haben. Einer unserer größeren mittelständischen Kunden hat sich aufgemacht, das soziale Kapital in seinen Führungskräften zu mehren und mit uns eine sehr moderne Führungsfortbildung für alle Führungskräfte gestartet. In unserer Rubrik Im Fokus erfahren Sie mehr über das Projekt.

Als Lektüre empfehlen wir Ihnen in diesem Newsletter gleich drei Bücher: »Traumgefahr« von Ulrich Schacht, »PopCo« von Scarlett Thomas sowie »In die Sonne schauen« von Irvin D. Yalom. Schauen Sie bei den Literaturtipps oder auf unserer Website unter Sophias Orte. Dort finden Sie auch die Minute Vacations, kleine Urlaube am Bildschirm, und die Raumetüden, die Anregung fürs Denken bieten. Wer weiter weg will, kann sich mit Rechts und Links in den Weiten des Internets verlaufen.

Zum Abschluss möchten wir Sie noch auf unsere Welt- und Europakarte hinweisen. Denn Transnationalität prägt seit unserer großen FührungsWerkstatt 2007 unsere Konzepte zur Entwicklung globaler Kulturen in Unternehmen. Mit diesem Ansatz sind wir heute global tätig und erleben die Arbeit an Differenz und Einheit als sehr belebend.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Anregungen beim Lesen der folgenden Artikel sowie ein lebendiges und anregendes Frühjahr.

Ihr SYNNECTA Team
 
 
Aktuell
 
Sophia 2010 – Führen – Geführt
Zum zehnten Mal fand Ende Februar dieses Jahres unsere SophiaWerkstatt statt. Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmen setzten sich drei Tage lang mit dem Thema »Führen – geführt« auseinander. mehr
   
SYNNECTA Einsichtbild und Prozessberater-Ausbildung
Haben Sie schon einmal versucht, in wenigen Worten zu erklären, was Prozessberatung ist? Nun ja, mögen Sie denken, es geht um Steuerung sozialer Systeme, um deren Begleitung bei der Bewältigung von Veränderungsprozessen, Prozessberatung steht für eine bestimmte Haltung des Beraters und einen bestimmten beraterischen Ansatz. mehr
   
Prozessbegleiter-Ausbildung 2010
Interne Prozessbegleiter gestalten Veränderungen und Entwicklungen im Unternehmen aktiv und helfen diesen Anforderungen gerecht zu werden. Wir bieten eine fundierte, strukturierte Ausbildung für interne Prozessbegleiter an, die auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten ist. In fünf Bausteinen und einer abschließenden Werkstatt werden die Prozessbegleiter bedarfsorientiert qualifiziert und haben Gelegenheit, sich mit Kollegen aus unterschiedlichen Unternehmen zu vernetzen. mehr
 
 
Im Fokus
 
Strategische Personalentwicklung – ein Praxisbericht
In unsicheren Zeiten besann sich ein großer Mittelständler und Automobilzulieferer auf sein wichtigstes Kapital: seine Mitarbeiter. Bislang waren Führungskräfteentwicklung und strategische Personalentwicklung in dem ingenieurgeprägten Unternehmen, das 2500 Menschen beschäftigt, wenig entwickelt. Das sollte sich zum Jahreswechsel 2008 – 2009 ändern. In einem einmalig breit und umfassend angelegten Projekt arbeitet SYNNECTA seit einem Jahr mit den rund 200 Führungskräften auf vier Führungsebenen inklusive des Vorstandes. mehr
 
 
Literatur
 
Traumgefahr
von Ulrich Schacht
  Zeitgedichte mit einem prägnanten Sinn hat Paul Gerhard Klussmann Ulrich Schachts Lyrik genannt. Wer Gedichte mag, begegnet in Schachts Lyrik einem Realismus der Dichtung – klare Worte und Beschreibungen, Lyrik alltäglicher Worte. Ulrich Schacht, 1951 geboren, ist einer der Dichter der DDR, die wir zu vergessen beginnen und die uns so viel zu sagen hätten. »Traumgefahr« erschien 1981 und 1984 im Neske Verlag, Pfullingen, und ist inzwischen nur noch antiquarisch erhältlich.
 
PopCo
von Scarlett Thomas
  Alice ist eine leicht exzentrische Entwicklerin bei einem riesigen und geheimnisvollen Spielzeugkonzern. Zuvor hatte sie die Kreuzworträtsel für eine große Sonntagszeitung entwickelt, jetzt entwirft sie Geheimagenten-Spielzeug für Kinder, ähnlich den Gimmicks aus den Yps-Heften, nur qualitativ hochwertiger. Zusammen mit einigen Kollegen nimmt sie an einem Workshop in einer abgelegenen Gegend teil. Ihr Kumpel Dan und sie wollen das Treffen möglichst schnell hinter sich bringen, doch der Aufenthalt zieht sich in die Länge. Ihre Aufgabe ist es, eine Zielgruppe zu erreichen, die bisher weder mit Computerspielen, Sammelkarten oder anderen PopCo-Produkten zu ködern war: weibliche Teenager. Gerade weil sie statistisch gesehen über mehr Geld verfügen als ihre männlichen Altersgenossen – ein unhaltbarer Zustand. mehr
   
In die Sonne schauen
von Irvin D. Yalom
  Yalom ist ein erfolgreicher amerikanischer Psychotherapeut und zugleich Romanautor, doch sein Buch »In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet« unterscheidet sich von den meisten Psycho-Selbsthilfebüchern durch seinen Ansatz, den er existentielle Psychotherapie nennt. Damit meint er, dass er nicht so sehr Verhaltens- und Denkmuster, Familienstrukturen, Traumata oder ähnliches als Ursache für psychische Probleme des Menschen betrachtet, sondern die conditio humana an sich, die unabänderlichen Gegebenheiten des menschlichen Daseins. Und in diesem Buch konzentriert er sich auf die schwerwiegendste davon, die Endlichkeit des menschlichen Lebens. mehr
 
 
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