Spiel, Satz und Coach
SYNNECTA Sportconsulting bei der Damen-Nationalmannschaft des DVV
Ausgehend von der erfolgreichen Arbeit unserer Coaches beim USC Münster findet die Arbeit des Sportconsulting-Teams bei der Damen-Nationalmannschaft eine würdige Fortsetzung.
Ursprünglich als Arbeit hinter den Kulissen gedacht, fernab der Öffentlichkeit, wurde die Presse doch recht schnell auf die Tätigkeit von Christian Fust, Dieter Hetzel und Heide Hohenstein aufmerksam.
So berichtete die FAZ in einem Artikel vom 20.07.09, bereits einen Monat, nachdem die Arbeit mit dem Team begonnen hatte: »In der Nationalmannschaft hingegen kann von Krisenstimmung keine Rede sein. Nach dem vorläufigen Rücktritt der langjährigen Wort- und Spielführerin Angelina Grün musste die Mannschaft ›einen neuen Spirit‹ entwickeln, wie Guidetti es nennt. Auch dank der Unterstützung des Mentaltrainers Christian Fust scheint das gelungen zu sein.«
In diesem Ausschnitt findet sich eine Person, die für die Arbeit unseres Sportconsulting-Teams von großer Bewandtnis war: Giovanni Guidetti, der Bundestrainer aus der italienischen Volleyball-Hochburg Modena. Guidetti war über den Erfolg des USC Münster auf unsere Coaches aufmerksam geworden und hatte ihnen seinerseits das Vertrauen geschenkt.
Mit der Zielsetzung, neue Spielerinnen zu integrieren, ein junges Team zu formen, welches in der Lage ist, über sich hinaus zu wachsen und in schwierigen Situationen stabil zu bleiben, ging es in die Vorbereitung der Weltmeisterschaftsqualifikation.
Während Christian Fust als Mentaltrainer mit der Mannschaft und den Coaches arbeitete, Heide Hohenstein die Einzelgespräche mit den Spielerinnen führte, stand Dieter Hetzel jederzeit als Berater und Supervisor im Hintergrund zur Verfügung.
Natürlich können und wollen wir hier nicht auf die Methoden und Inhalte dieser Vorbereitung eingehen, nur so viel: In verschiedenen Workshops sowie im Training und im Wettkampf wurde am Teambuilding, an der Verbesserung der Kommunikation und am Umgang mit Erwartungen und Stress gearbeitet. Das SYNNECTA Sportconsulting-Team wirkt dabei an verschiedenen Stellen in der Hierarchie der Mannschaft und gleicht die Arbeitseinheiten miteinander ab.
Mit eindeutigem Erfolg: Die WM-Qualifikation wurde mit drei Siegen in drei Spielen erfolgreich bestanden, mit dabei ein prestigeträchtiger Sieg gegen die Niederlande.
Bei der Mannschaft ist unser Einsatz gut angekommen, wie aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 05.10.09 hervorgeht: »Wenn Kerstin Tzscherlich über die Gründe spricht, warum dieser Sommer so erfreulich verlief, dann kommt sie schnell auf Christian Fust zu sprechen. Fust ist der Mentaltrainer, der die deutschen Volleyballerinnen begleitet hat.«
Tzscherlich weist weiterhin darauf hin, dass sich auch der Bundestrainer Guidetti auf die Arbeit mit Christian Fust eingelassen hat. Die Zusammenarbeit, das Einverständnis und die Unterstützung des Trainers sind für die Arbeit eines Psychologen im Profisport von größter Wichtigkeit, um wirksam agieren zu können.
Wie seine Arbeit auf die Mannschaft wirkt, erläuterten Christiane Fürst und Corina Ssuschke in dem Gespräch mit dem »Volleyball«-Magazin folgendermaßen: »Anfangs waren wir skeptisch, weil viele von uns negative Erfahrungen mit sowas gemacht haben.« (Ssuschke) »Dagegen hat Christian eine Art, die sehr locker ist. In den Einzelgesprächen gibt er einem das Gefühl, Verständnis für unsere Anliegen zu haben und er zeigt uns Lösungswege auf, die objektiv sind – nicht fordernd aber dennoch hilfreich.« (Fürst) »Er sagt nie, ihr müsst jetzt das und das machen. Wir haben viel geredet und uns alles als Mannschaft erarbeitet.« (Ssuschke)

In diesem so erfreulich verlaufenden Sommer gehört noch ein dritter Platz beim Grand Prix, hinter Brasilien und Russland. Das ist der größte Erfolg in diesem Wettbewerb seit sieben Jahren, als es schon einmal einen dritten Platz gab.
Und die ausgezeichnete Saison der deutschen DVV-Damen war noch nicht zu Ende, es folgte die Europameisterschaft in Polen. Auch hier wurde in der Vorbereitung und während des Turniers intensiv an den weiter oben angeführten Themen gearbeitet.
Der Einstieg ins Turnier begann jedoch mit einer Niederlage gegen die späteren Europameisterinnen aus Italien. Diese Begegnung wiederholte sich im Halbfinale, in dem die deutschen Damen den Italienerinnen zwar Schwierigkeiten bereiten konnten, aber erneut verloren. Allerdings muss man auch neidlos anerkennen, dass die Italienerinnen im europäischen Volleyball eine Klasse für sich sind.
Bitter war die Niederlage gegen Gastgeber Polen im Spiel um Platz drei.
Was als eindeutiges Fazit dieser Saison bleibt ist: Die deutschen Volleyball-Damen gehören wieder zu den Top-Teams in Europa, sie sind Gesprächsthema in der Volleyball-Welt. Mit einer ausgesprochen jungen Mannschaft haben sie eindrucksvoll bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist bei der kommenden Weltmeisterschaft, der nächsten Europameisterschaft und den Olympischen Spielen.
Wir bei SYNNECTA freuen uns, zu dieser Entwicklung einen Teil beitragen zu können – eine Anfrage Guidettis bezüglich einer Zusammenarbeit für die Saison 2010 liegt bereits vor – und wünschen den Volleyball-Damen alles erdenklich Gute und viel Erfolg bei den kommenden Aufgaben!
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